Bestattungskosten

Die Bestattungskostenrechnung untergliedert sich in zwei Bereiche:
a) die so genannten Eigenleistungen des Bestatters (z.B. Sarg, Überführung, Erledigung der Formalitäten)
b) die so genannten Fremdleistungen (z.B. Sterbeurkunde, Totenschein, Zeitungsanzeige, Friedhofsgebühren, Blumenschmuck, Beerdigungskaffee, Grabmal)

Die Friedhofsgebühren sind regional unterschiedlich und machen einen Großteil- gelegentlich mehr als 50 Prozent- der Gesamtkosten einer Bestattung aus.

Wer muss für die Bestattungskosten aufkommen?

Die bestattungspflichtigen Angehörigen müssen die Bestattung veranlassen. In den Bestattungsgesetzen der einzelnen Bundesländer wird der Kreis der
Bestattungspflichtigen genannt. Aufgrund des mit dem Bestatter abgeschlossenen Vertrages ist der Auftraggeber dem Bestatter gegenüber verpflichtet,
die Rechnung zu begleichen.
Nach § 1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Bestattung. Der Erbe ist allerdings nicht generell mit dem bestattungspflichtigen Angehörigen gleichzusetzen.
Das bedeutet: Wenn der bestattungspflichtige Angehörige kein Erbe ist, kann er die Kosten vom Erben, der möglicherweise nicht bestattungspflichtig ist
erstatten lassen. Erstattet werden müssen die Kosten einer würdigen und angemessenen Bestattung. Dies sind grundsätzlich die Kosten für den Bestatter,
einschließlich einer Überführung, die Kosten für die Grabstätte, für den Grabstein und die erstmalige Bepflanzung der Grabstätte. Aber auch die Kosten für
die Todesanzeigen, Danksagungen und die Kosten einer kirchlichen und bürgerlichen Feier einschließlich des Beerdigungskaffees müssen erstattet werden.
Die spätere Grabpflege dagegen muss nicht erstattet werden.Der Erbe kann sich der Kostenpflicht entziehen, indem er die Erbschaft ausschlägt.
Dadurch wird er allerdings nicht von der Bestattungspflicht befreit. Ein bestattungspflichtiger Erbe kann sich zwar der bürgerlich-rechtlichen
Kostentragungspflicht entziehen, die öffentlich-rechtliche Bestattungspflicht bleibt dagegen bestehen. Das bedeutet, dass er verpflichtet ist und bleibt,
sich um die Beisetzung des Angehörigen zu kümmern.Sind die bestattungspflichtigen Angehörigen nicht in der Lage, die Kosten für eine Bestattung zu
übernehmen, so werden sie nach einem entsprechenden Antrag vom Sozialamt unterstützt. Sind keine Angehörigen vorhanden, erreichbar oder weigern sie
sich, die Bestattung in Auftrag zu geben, gibt üblicherweise die Ordnungsbehörde des Sterbeortes die Bestattung in Auftrag. Die entstandenen Kosten werden
von der Gemeinde gegenüber vorhandenen Bestattungspflichtigen geltend gemacht.

Zum 01.01.2004 wurde das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Dieser Wegfall zwingt zu umfassender Eigenvorsorge und damit zur
Entlastung der Angehörigen im Trauerfall. Dies kann über den Abschluss einer Sterbeversicherung oder durch eine Einzahlung bei der
Deutschen Bestattervorsorge Treuhand AG geschehen.